Mittwoch, 28. Dezember 2011

Can't explain why I feel this way.

Ich ziehe die Knie an den Körper, der Geschmack von Versagen auf meiner Zunge.
Aus meinen Kopfhörern dringt laute Musik. Sänger die von Verlust, Depressionen und Hass singen- mich anschreien die Welt sei nicht mehr lebenswert.
Irgendwas ist nicht richtig. Irgendwas stimmt hier nicht. Ich kann spüren aber nicht sehen, also schließe ich die Augen. Ich bin einsam und dieses Mal hilft der sonst so tröstliche Gedanke an Sonnenstrahlen nicht.
Es scheint ewig lange seit ich mich das letzte Mal selbst verletzt habe, seit ich mich das letzte Mal übergeben habe. Trotzdem sehe ich die Schnitte noch viel zu deutlich und trotzdem kann ich die unerträglichen Magenschmerzen noch spüren.
Ich hasse was aus mir geworden ist. Es begann mit Hass auf meinen Körper, ging über Hass auf andere, Hass auf mich und meine Gedanken bis hierher- Hass auf Alles.
Immer und überall rieche ich den Gestank nach Kotze und Angstschweiß. Überall spüre ich die Anwesenheit des Todes der mir Löcher in den Rücken starrt. Immer und überall kann ich die Leere fühlen.
Es scheint ewig her zu sein das ein richtiges Lachen meine Lippen verließ.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Eine Nacht im Herbst

''Komm!'' flüstere ich aufgeregt und ziehe Sarah aus dem Bus. ''Los!''
Ich springe mit ihr aus dem Bus in die Dunkelheit und beginne zu kichern. ''Komm schon!'' Wir rennen los.
Nach einer Weile hören wir auf zu rennen und hüpfen stattdessen auf der Straße die Abends immer vollkommen leer ist. Auf einmal sehen wir zwei Gestalten vor uns auf uns zukommen. Wir kneifen zu Augen zusammen doch das ist nicht mehr nötig denn schon hören wir ihre Stimmen. Sarah beginnt wieder zu rennen und ich folge ihr.
Die beiden Jungs haben eine Flasche Cola dabei, Zigaretten in den Händen. Wir umarmen uns kurz. ''Sind alle anderen schon da?'' frage ich gespannt. Natürlich sind sie das. Jetzt fällt mir auf wir durstig ich bin. Lachend schnappe ich mir die Flasche, drehe sie auf und lege den Kopf in den Nacken. Ein Schluck, zwei. Drei Schlucke, vier und fünf. Immer mehr, werde immer durstiger. ''Stopp, nicht so viel auf einmal!'' ruft Tim erschrocken als er mir die Flasche aus der Hand reißt. ''Warum?'' frage ich gereizt als ich es merke. Wodka. Eine sehr gute Mischung.
Nach ein paar Minuten kommen wir an der Schule an, klettern über den Zaun. Überschwänglich begrüßen wir alle. Fast jeder ist da. Die meisten kenne ich. Wir trinken, wir reden und wir lachen. Wir rennen über den Schulhof und lassen uns kichernd ins Laub fallen. Zwei Mädchen die ich nicht leiden kann, kippen kurze auf ex und werfen die Flaschen danach einfach auf den Hof. Irgendwann ziehe ich eine Kippe aus meiner Tasche. ''Hast du Feuer?'' Natürlich hat er Feuer. Ich spüre die Blicke auf mir, auf meinen zitternden Fingern die ungeschickt die Spitze anzünden. Die anderen machen es mir nach. Wir blasen weißen Rauch in die Dunkelheit und für einen Moment ist alles still. Nur unsere Zigaretten glimmen immer wieder auf. Daniel hat drei Zigaretten gleichzeitig im Mund, seine Pupillen sind stark geweitet. Tim steht ganz dicht vor mir und sieht mich eindringlich an. ''Alles klar?'' flüstert er. Schnell strecke ich mir die Zigarette zwischen die Lippen damit er nicht auf dumme Gedanken kommt.
''Scheiße der holt die Bullen..'' murmelte jemand neben mir. Ich blinzele verwirrt. Panik bricht aus. ''Die Bullen!'' schreien einige und rennen los. Ich höre die ersten über das Gitter klettern das unsere Schule umgibt. Mein Verstand ist benebelt vom Alkohol. Ich raffe mich auch, renne nach hinten um meine Freunde zu holen. Sie kommen mir entgegen gerannt.
''Scheiße.'' fluche ich als ich vor dem Eisengitter stand. Meine Beine zitterten wie verrückt. ''Wie soll ich darüber kommen?''
''Keine Ahnung, aber beeil dich.'' zischt Judy. Also reiche ich Cedric meine Kippe auf die andere Seite des Gitters und klettere. ''Du rauchst?'' flüstert er nachdem er mir den kleinen Stummel wieder gegeben hatte. Ich zuckte nur die Schultern als ich meinen letzten Zug nahm und sie auf den Boden warf.

''Lass mich riechen.'' kicherte ich und boxte ihm gegen die Schulter. Er grinste und fischte das kleine Tütchen aus seiner Hosentasche. Ich merkte wie abwesend er schon war. Total hin. ''Hier.'' murmelte er. Ich verdrehte die Augen. Behutsam strich ich über das Papier, öffnete das Tütchen und atmete tief ein. Süßlich.
''Wie ich es in Erinnerung hatte.'' strahlte ich und steckte es ihm wieder in die Tasche. Ich fragte mich woher er das Gras nur immer bekam.

Der Mann schwankte gefährlich. Er roch nach Alkohol. Ein junger Mann der in Kneipen verrottete, weil er keine Arbeit gefunden hatte. Wir unterhielten uns mit ihm, die Jungs schnorrten sich Zigaretten bei ihm, damit die Mädchen bei ihnen ziehen konnten. Der Mann stellte sich als 'Arschgesicht' und 'Benno' vor und vollführte eine kleine Verbeugung.
Wir waren vom Schulhof auf einen kleinen Platz hinter der Schule geflüchtet und saßen auf den Steinskulpturen. Der Freund meiner Freundin verschwand mit einem anderen Mädchen im Gebüsch. Meine Freundin weinte, ich ließ mir von meinem besten Freund durch die Haare streichen während ich fasziniert mit seinen Fingern spielte.

Dienstag, 20. Dezember 2011

JA!

Guten Morgen liebe Motivation.
Ich bin heute Morgen aufgewacht und wusste wieder das ich es will! Ich WILL dünn sein. Ich WILL wieder richtig Kontrolle haben. ICH WILL.

Und jetzt guten Abend, ich gehe nichts essen.


Sonntag, 11. Dezember 2011

Wirre Gedanken, verselbstständigter Körper

Ich weiß nicht ob die Creme gut für meine Schnitte ist, schmiere sie aber dennoch großzügig darüber. Vielleicht entzündet sich das... Ich schmiere weiter. Und wo ich schon dabei bin, creme ich auch gleich meine alten Narben ein. Und meine Lippen. Meine Wangen. Meine Finger. Ganz automatisch.

Ich muss schreiben. Meine Gedanken aufschreiben. Sonst platze ich vor Wörtern.

Let me go

And darlingdoes it frighten you to know that I'm ready to kill myself?





Donnerstag, 8. Dezember 2011

Dont you want it?

Ulqw5_large

Rsrrm_large

ShockBlast
[Photos by: alexander-tikhomirov-photography]

Heute ist das morgen von dem wir gestern sprachen.

''Was ist los?'' besorgt sah ich sie an. Es sah aus als würde sie jeden Moment anfangen zu weinen.
''Alles.'' antwortete sie. Nun schlug meine Besorgtheit in Genervtheit um. Was konnte ihr schon schlimmes passiert sein? Was war so schlimm an ihrem Leben. Na jetzt war ich aber gespannt. Sie zuckte die Schultern.
''Alles eben. Meine Freunde, B. ... es ist alles total schlimm!''
Ich verdreht die Augen. Niemand mochte sie, das stimmte. Sie war unheimlich anhänglich, nervig und eingebildet.
Sie hatte sich Hoffnungen gemacht, das B. sie mögen könnte. B. mag sie ganz und gar nicht und das zeigt er ihr jetzt auch. Und sicher wendeten sich viele von ihr ab weil niemand es lange mit ihr aushielt, aber...
''Ich weiß einfach nicht ob das alles hier noch einen Sinn hat. Ich kann nicht mehr.''
Ich drehte mich um und ging. Ja, ich bin der Ansicht das jeder 'schlimm' anders empfindet, aber das sie gleich so abspackt. Am Liebsten hätte ich ihr alles erzählt, ihr meine Geschichte an den Kopf geschleudert damit sie aufhört rumzujammern wegen ihrem 'beschissenen' Leben. So jammere nicht mal ich rum.
Ich atmete die kühle Luft ein um mich abzuregen. Ich weiß, es ist übertrieben deswegen gleich sauer zu werden aber im Moment gehe ich unheimlich leicht an die Decke. Mein Blick streifte. M.. In den letzten Monaten hatte sie bestimmt 10 kilo abgenommen, vielleicht 15. Man konnte ihr förmlich beim Verschwinden zusehen. Wir hatten oft darüber geredet. Über ihre Essstörung. Und es machte mich unglaublich traurig zu sehen das ich die einzige war, die bemerkte wie sehr sie um ihr Gewicht kämpfte. Sonst interessierte sich niemand für sie. Und wenn sie so weitermachte, dann würde sie in spätestens einem Jahr im Krankenhaus liegen. Ein bisschen beneidete ich sie um ihre Disziplin. Ich konnte es nicht mehr aushalten und rannte in die Mädchentoilette.
____
Mal abgesehen davon, lief es heute sehr gut. 
Zum Frühstück gab es wie üblich einen Joghurt mit Haferflocken (145 kcal), in der Schule dann Toast' mit Diät Marmelade (130 kcal), zu Hause dann noch eins (65 kcal), zwei Eier (160 kcal) & eine Mandarine (37 kcal). Reichlich Wasser und grünen Tee. Wow, das hört sich irgendwie ganz schön viel an... :s Gesamt sind das... 537 kcal. Geht doch :)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Neuanfang

Ich weiß, ich habe in letzter Zeit gar nicht, oder nur sehr unregelmäßig gebloggt. Das liegt daran, dass ich eine ''Pause'' eingelegt und versucht habe wieder ganz normal zu essen.
Ja, ich würde sagen: Epic Fail. Geriet irgendwie außer Kontrolle und aus 'normal essen' wurde stopfen. Fressen wie ein Tier.
Jetzt werde ich versuchen wieder langsam einzusteigen, meine Kalorienzufuhr zu reduzieren. Ich fange damit an erstmal ein paar Mahlzeiten zu kontrollieren. Morgens esse ich 100 g fettarmen Naturjoghurt mit etwas Honig und Haferflocken (145 kcal), dazu einen kleinen Becher verdünnten Fruchtsaft.
Mein Abendbrot esse ich gegen 6hoo und es besteht aus 250 ml Gemüsebrühe. Die hat laut Packung nicht mal 3 kcal. Kann das stimmen?
Zwischendurch versuche ich einfach so wenig wie möglich zu essen. Wenn ich Lust auf Süßes habe, esse ich ein Toast mit Diät-Marmelade. Dazu ganz viel Wasser und grünen Tee. Das muss doch funktionieren, oder?

 
Wünscht mir Glück, ja?!




Im so tired of being here

Schon wieder vollgefressen. Schon wieder schaffe ich es nicht es wieder loszuwerden. Schon wieder zugenommen. Schon wieder in die Haut geschnitten.
Wenn ich könnte, wäre ich lange weg hier.

Sonntag, 20. November 2011

Ganz gesund, nur das Herz nicht

Mir geht es körperlich ganz gut muss ich sagen. Ich habe mich unter Kontrolle, bin jetzt seit neun Tagen Vegetarier und sehr stolz darauf. Ich bin noch immer nicht zufrieden mit meinem Körper und überschlage noch immer Kalorien in meinem Kopf, aber es wird besser.
Aber mein Herz ist noch ganz schön gestört und bescheuert..

Dienstag, 15. November 2011

Hüll dich in Rauch.

Ich hüll' mich in Rauch, mit zitternden Fingern. Wie nach zu viel Koffein.
Ich hüll' mich in Rauch, mit bittersaurem Geschmack auf der Zunge.
Ich hüll' mich in Rauch, aufdass meine Lunge berste.
Komm, ich hüll' dich in Rauch.



Sylvester keine Hausparty bei A. :s
Wäre witzig geworden aber nach der letzten hat er Verbot.

Montag, 7. November 2011

Meine geliebte Tante oder- die verlorene Dreckshure

Ach ja, Familie. Ist sie nicht schön?
Ja, ich habe eine Tante und sie ist die größte Bitch die ich kenne. Hey- jeder sieht das so!
Als ich vier Jahre alt war, nannte sie mich Bastard, meine Mutter eine Hure und meinen Erzeuger einen Wichser. Letzteres könnte unter Umständen sogar stimmen...
Dann nannte sie ihre eigene Mutter ein Stück Scheiße.
Und wisst ihr, was sie letztens gesagt hat als meine Oma meinen kleinen Cousinen (3 & 5 Jahre alt) ein Foto von mir gzeigt hat? Wisst ihr was meine liebe Tante gesagt hat?
Ich zitiere: ''Die ist fett.''
Jap, ich liebe sie. Ich hätte gerade gerne alles ausgekotzt das ich zu mir genommen habe. Ich hätte gerne in meinen Bauch geboxt und mir ins Gesicht geschlagen. Weil sie Recht hat. Ja, sie hat Recht. Ich bin fett.
8 kg lost and still a fat whore.
Jo. Meine Tante, ein Engel, eine Hure, eine verdammte Kacklaberin, hat mir neue Motivation gegeben. Sie gibt mir wieder einen Grund zu hungern.
Ich werde ihr beweisen wie 'fett' ich bin. Wenn ich endlich so richtig dünn bin, werde ich mich vor ihre hässliche, alternde Fresse stellen und so richtig laut lachen. Ich werde auf ihre schlaffe, fettige, schwabbel, orangen Haut zeigen und 'n fettes Grinsen ziehen. Eine richtig fette Show, nur für dich Tant'chen.

These legs *___*




*klick das Bild an, klick das Bild an, klick das Bild an, klick das Bild an, klick das Bild an, klick es an!'*

Geblendet

Gestern hat es mich wieder gepackt. Ich hing wieder über der Toilette. Ich fühle mich schrecklich.Voll. Fett.
Und heute hat mich H. nach meine Handynummer gefragt. Ganz in echt.
Nur zur Info: H. ist der schlimmste Playboy Aufreißer unserer Schule. Und er hat mich, MICH nach meiner Handynummer gefragt.
Schon seltsam das ich mich geschmeichelt fühle...
Außerdem möchte ich mir einen Sidecut schneiden. Ich traue mich nicht, aber ich habe die Vorstellung gerne :)
Mein Ex Freund hat gesagt ich solle es lassen, weil er meine langen Haare so schön findet.... Aww...

Sonntag, 6. November 2011

Eine Frage der Zeit

Es ist schwer. Jeden Tag ist es ein neuer Kampf. Ich kann inzwischen essen ohne ein schlechtes Gewissen, aber es ist noch immer schwer mich danach nicht zu hassen.
Es ist nur eine Frage der Zeit bis sich Ana wieder in meine Gedanken schleicht und mich wieder in ihrern eisernen Griff schließt.

Ich habe dazu gelernt und ich muss sagen: ProAna und ProMia will ich nicht weiter unterstützen. Denn es ist eine Beleidigung gegen diejenigen, die wirklich krank sind. 

Sonntag, 30. Oktober 2011

Unser Körper der Überlebenskünstler

Noch eine kleine 'Warnung' oder ein Hinweis wie ich es lieber nennen möchte.
Wenn ihr für eine lange Zeit nichts oder kaum etwas esst und dann aber mal denkt: ''Woah, okay heute kann ich mir mal wieder was gönnen.'' Aber nicht vorhabt es wieder auszukotzen, dann nehmt ihr zu.
Auch wenn ihr nur etwas mehr esst, als sonst- weniger als ein normal essender Mensch vielleicht, speichert euer Körper dennoch sofort alles ein. Auf euren Hüften!
Denn der Körper ist darauf eingestellt, das wenn ihr wenig esst, eine schwere Zeit ist und ihr noch länger nichts zu essen bekommen könntet. Wenn ihr dann wieder etwas zu euch nehmt denkt der Körper, er muss sich möglichst viel davon aufheben damit ihr nicht verhungert.
Wie eine Vorratskammer. Oder wenn ihr am Samstag noch schnell einkaufen geht um für Sonntag noch zu haben.
Euer Körper ist eine Überlebensmaschiene und er wird versuchen euch zu helfen, auch wenn ihr ihn dafür hasst.

Vitamine

Ein kleiner Hinweis der eurer Gesundheit dient:

Nehmt keine Vitaminpräparate! Esst lieber sehr viel Obst, Fisch und Gemüse.
Denn von diesen ganzen Pillen könnt ihr ziemlich krank werden. Außerdem kann es eure Lebenszeit enorm verkürzen!

Erste Hilfe

So ihr Lieben, wenn ihr denn noch da seid...

Sie kommt wieder. Die graue, trostlose Winterzeit in der der Heißhunger auf Süßes stärker ist als jemals sonst.
Süßigkeiten bei jedem kleinen Anlass, die brühmten Winterdepressionen und die ganzen Feiertage. Lebkuchen, Zimtsterne, Kekse und Schokolade.

Tipp für Adventskalender Schokolade: Verschenken! Eure Schulfreunde freuen sich über eine kleine Aufmerksamkeit.

Tipp für Winterdepressionen und Fress-Lust:
Warme Socken und ganz wichtig: Tee! Wenn ihr literweise Tee trinkt, fällt das in der kalten Jahreszeit nicht allzusehr auf.  Zur allergrößten Not mit etwas Honig gesüßt, denn der stärkt auch die Abwehrkräfte. Wenn es gar nicht mehr geht, ein kleines Stück dunkle Schokolade, oder (fettarme) heiße Milch mit Vanille und etwas Honig.

Tipp für die hemmungslose Weihnachtszeit Völlerei:
Dafür kenne ich leider auch kein Mittel außer die Üblichen. Alles in kleine Stückchen schneiden, dann sieht es mehr aus, den Teller herumreichen (es ist doch Weihnachten, zeigt ein bisschen Nächstenliebe und seid sozial, Beschenken ist gerade total in.) und euch einfach nicht so viel auffüllen. Nachnehmen ist besser.

Ich wünsche euch Glück und eine ausreichende Portion Willensstärke im Halloween Beutel.

Freitag, 21. Oktober 2011

She said you've taken the diet too far.

Sie weiß es jetzt. Und sie hat mich verlassen. Ich kann es verstehen. Sie sollte nicht nochmal das Gleiche durchmachen, nicht nocheinmal so leiden.
Sie sagte -Ich liebe dich, aber ich kann nicht mehr. Vergiss mich nicht... -
Sie war meine beste Freundin und durch Ana habe ich sie verloren.
Ich weiß nicht was ich denken soll. In den letzten Wochen habe ich sowieso normal gegessen, habe Ana weit weg von mir geschoben, habe gegessen, immer die gleiche Frage im Ohr: Essen oder dünn sein?  Ich habe mich jedes Mal fürs Essen entschieden. Ich habe mich oft, zu oft, nach Mia gesehnt, aber ich konnte nicht.
Ich habe Angst mich auf die Waage zu stellen, denn ich weiß sie wird mich strafen für die letzten Wochen.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Can't you hear me SOS

Ich weiß, es klingt verdreht und merkwürdig, aber ich möchte ins Krankenhaus. Es ist mir auch egal wegen was, hauptsache ich kann ein paar Tage da bleiben.
Ich möchte die weißen Wände sehen, weiße Decken, weiße Bettlaken. Ich möchte den stirilen Geruch in der Nase haben, das Gemurmel der Schwestern auf dem Flur.
Ich will dort meine Ruhe und wenn ich nach ein paar Tagen genug von der Ruhe habe, möchte ich das meine Freunde mit Balloons und Süßkram kommen und mich aufheitern. Das sie stundenlang an meinem Bett sitezn und sich unterhalten, oder im Zimmer herumhüpfen und eine Zuckerstangenschlacht machen.
Ich weiß ich bin merkwürdig, aber... so bin ich eben.
Und die, die mich so mögen wie ich bin- das sind meine wahren Freunde.

                      p.s
                              wo seid ihr?

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Hate the Hate

''Also es ist natürlich freiwillig, wenn ihr nicht wollt müsst ihr nicht!''
Er sieht gar nicht böse aus, eigenlich sogar ganz nett... und die anderen Klassen sind auch nicht da, vielleicht kann ich doch....
''Wer also nicht möchte, kann jetzt bitte herkommen, dann streiche ich eure Namen weg.''
Erst ist es still, niemand steht auf, niemand wagt sich. Dann steht einer auf, noch einer und zwei weitere.
''Annie, willst du wirklich kein Foto?'' flüstert meine Freundin neben mir. Doch ich bin schon aufgestanden.
Nein, sie werden noch kommen, sich hier ausbreiten wie Ameisen und sie werden mir zusehen und mich auslachen. Über meinen Körper reden, den unsicheren Blick, das hässliche Aussehen und mein dämliches Lächeln. Ich will das nicht. Was macht es mir schon aus kein Foto für dieses Jahr zu haben? Dann habe ich zwar keine Chance auf ein halbwegs nettes Schulfoto, aber was solls? So muss ich mir jedenfalls nicht immer meine grässliche visage ansehen.
Ich gehe zum Fotografin, höre wie meine Klassenkameraden fragen warum ich kein Foto von mir will, ich ignoriere sie.
''Wie heißt du?''
''Annie.''
''Okay, ich streiche deinen Namen weg, du kannst in die Klasse gehen.''
''Danke.''
Ich nicke, gehe weg. Gehe in die Klasse. Auf dem Klassenfoto werde ich zu sehen sein, aber ich werde keine Passfotos haben. Was macht das schon? Wen kümmert es das ich mich so sehr hasse?
Vielleicht hättest du doch eins machen lassen sollen...
Die Beiden Jungs hinter mir, dauerkiffer, äußerst gut aussehend, der eine Sohn eines berühmten Schauspielers, sehen mich an, lachen mich innerlich aus und fangen an leise mit mir zu reden.
''Bist du unzufrieden mit deinem Körper?''
Antworte nicht, du hasst sie. Antworte nicht sie machen sich über dich lustig!!!
''Ja.'' gebe ich zu.
Sie lachen.


Ich habe mich heute das erste Mal gefragt ob ich aufhören sollte zu hungern, zu kotzen, mich zu hassen- zu ritzen zu weinen... habe mich gefragt ob ich es verantworten kann mit meiner Freundin darüber zu reden, die das gleiche Problem hat allerdings noch nicht so lange. Ich habe mich gefragt ob ich mit ihr zusammen in eine Beratungsstelle gehen sollte. Aber ich will nicht- will ehrlich nicht auch wenn ich heute wieder eine halbe Stunde lang über dem Klo hing.
Ich bin nicht gut für meine Freunde... seit ich diese Probleme habe, haben zwei meiner engsten Freunde auch eine ES uns ritzen. Liegt es an mir oder ist es nur ein Zufall?

Ich fange an Menschen nach Symptomen abzusuchen, ihre Arme, ihr Essverhalten und ihre Sozialen bindungen. Was ist los mit mir?

Mittwoch, 5. Oktober 2011

DRINGEND!

Hey Leute,

ich danke euch für die Kommentare und würde wahnsinnig gern auch welche hinterlassen bei euch und bei mir selbst um euch zu antworten, aber... ich werde immer ausgeloggt wenn ich ein kommentar erstellen will!
Weiß jemand eine Lösung?

Danke im Vorraus- Annie.

Hate this fuck*** feeling!

Kennst ihr dieses Gefühl? Das Gefühl das ihr habt obwohl ihr wisst, dass es falsch ist? Ihr wollt es zurückdrängen doch irgendwie schleicht es sich doch wieder in eure Gedanken, euren Körper- vergiftet ihn.
Das Gefühl das ich meine, ist Eifersucht.
Wenn ihr dünne Beine seht und das dazuhehörige Mädchen essen kann was sie will ohne das ihre Beine ihr genommen werden!? Wenn ihr neben eurer besten Freundin steht euch schön fühlt- endlich mal- und trotzdem alle nur sie anschauen?
 Ich kenne es. Zu gut. Weil meine beste Freundin, meine Seelenverwandte, meine Liebste- einfach wunderschön ist. Sie hat lange, blonde Haare, diesen blauäugigen Blick der einen um den Finger wickelt, eine wundervolle Figur für die manch einer sterben würde (unter anderem ich) und diese Niedlichkeit.
Meine Freunde reden nicht von mir, bewundern nicht mich und ich bin es auch nicht für die sie sich interessieren nein- es ist sie. Und ich hasse es diese Eifersucht zu spüren, mir immer wieder zu wünschen ich würde nur einmal nicht neben ihr verblassen.
Es macht mich rasend wenn sie mir erzählt das alle Jungs in letzter Zeit irgendwie auf sie stehen- wenn sie mich mit diesem verzweifelten Blick anschaut weil sie es wirklich nicht weiß.
Raaaaa, ich bin eifersüchtig!!!

Gestern und Heute- c'est la cata!

Also Leute, was ich zu gestern noch hinzufügen muss:
Es lief wie immer bis zum Abend gut. Sehr gut sogar. Eine Tomate habe ich gegessen- höhö. Ich war so stolz auf mich. Und dann kamen noch ein paar Sachen dazu. War aber auch nicht so schlimm (ich bin immer noch mit dem guten, alten Magenknurren ins Bett gegangen das ich so liebe, mit dem ich besser einachlafen kann und welches mir in den letzten Wochen so gefehlt hat...). Mein Tag war eigentlich gut, ich habe alle Sachen zusammengezählt und bin auf ein Gesamtergebnis von guten 4o8 kcal gekommen. Es geht besser, aber es liegt für mich noch im grünen Bereich. Zusätzlich dann noch die üblichen +5o kcal für was auch immer, da wären wir bei 458 kcal- langsam wird es eng... und DANN- KAKAO! 4 Becher ergeben 15o kcal.
BOOM, da hätten wir die Bombe. Womit wir am Ende des Tages bei unglaublichen 6o8 kcal wären.
Heute kaum anders... am Abend wird es schlimmer...

Dienstag, 4. Oktober 2011

Suche dich

Ana, wo bist du? Ich brauche dich, aber du bist nicht da. Ich weiß ich habe Fehler gemacht und habe Essen in mich hineingestopft. Ich weiß, ich habe Fehler gemacht aber ich will dich zurück!
Bitte komm' wieder und bring Mia mit! Es ist wichtig...
Ich hungere wieder für dich, ich zittere wieder für dich. Nur, komm wieder...

Ich habe heute nur eine Tomate (18 kcal) gegessen und zittere tierisch. In den letzten Wochen habe ich gesündigt, habe normal bis Fressattakenmäßig gegessen und ich bereue jeden Bissen. Ich hoffe ich schaffe es wieder die 3 angefutterten Kilos wieder runter zu bekommen in den nächsten Wochen (was bedeutet: Nächste Woche muss es runter sein!!!)
In fange an jede Kalorie zu zählen, am Ende des Tages werden nochmal 50 kcal einfach so dazu gerechnet für was auch immer (irgendwie kommen die bestimmt drauf und wenn auch nur durch Luft und Wasser). Kalorien bestimmen meinen Alltag. Ich versuche die nächste Woche Ana's Liebe wieder zugewinnen und unter 5oo kcal am Tag zu bleiben. Ich hoffe ich schaffe es.. Wünscht mir Glück ihr Lieben!
STST

Samstag, 17. September 2011

Ausgebrannt

Ich fühle mich so leer und müde. Kraftlos und verzweifelt.
Endet das nie?
Kann mir das Lachen Leben nicht für einen Moment leicht fallen?

Sonntag, 11. September 2011

Schenkt mir Atem

Menschen weinen, halten sich in den Armen und wiegen sich vor und zurück. Ein Zeichen der Furcht, der Trauer und der Angst.
Ungläubige Augen die das unmögliche sehen, faszination. Man kann die Liebe förmlich greifen.
Seltsam, oder? Das man die Wut spürt, die hinter dieser Grausamkeit steckt, man die Trauer spürt und trotzdem die Liebe über Allem steht.
Menschen rennen über die Straßen, sind staubüberdeckt. Asche nimmt ihnen die Sicht, lässt ihre Augen brennen. Wieviele Menschen gerade sterben, einfach weil sie lebten, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Wie viele Menschen sich gerade wünschen, sie könnten Atmen, Menschen die ihre Hände falten und beten. Sie beten für Menschen die sie nie kannten und dafür, dass ihre Liebsten an diesem Abend nach Hause kommen würden.
Der 11. September vor genau 1o Jahren.

Mama

Sie lehnte sich gegen die kalte Wand. Ihr Atem bildete weiße Wölkchen vor ihren Augen und verschwammen durch den Tränenschleier. Sie erinnerte sich an die Worte ihrer Mutter vor wenigen Minuten. Die Worte, die sie aus der Wohnung stürmen ließen.
-Sie stand in der Küche und schnitt Gemüse für das Abendessen als ihre Muter hinein kam. Sie redeten eine Weile einfach nur so, bis das Thema irgendwie ernster wurde.
"Weißt du, ich wünsche mir schon seit mehr als 3o Jahren, ich sei tot. Es liegt nicht an dir. Es ist nur so, das ich keine Lust auf das da draußen habe und ich nur noch lebe und für andere Menschen da zu sein. Da ist nichts mehr für mich. Jeder Mensch deke ich, hat das Recht zu sagen -ich will nicht mehr. Und seit mehr als 3o Jahren, will ich nicht mehr. Ich lebe nur noch für dich, weil ich für dich da sein muss und dich liebe, du bist der Grund warum ich noch weitermache aber manchmal... bist du auch ein Grund weshalb ich... Ich möchte nur, dass du nicht traurig bist wenn ich mal irgendwie sterben sollte. Ich möchte nur dass du dir dann sagen kannst: -sie hat es so gewollt, es geht ihr jetzt besser.- Okay?''
Sie stand nur da, hatte das Messer niedergelegt und hörte ihrer Mutter zu. Hatte ihrer ruhigen Stimme zugehört die diese furchtbaren Dinge aussprach. Wie konnte sie so ruhig sein? Wie konnte sie so etwas sagen, sie war doch ihre Mutter!? Wie konnte sie sich den Tod wünschen? Sowas sagten Mütter nicht! Ihre Hände begannen zu zittern, ehe sie nickte, die Kücher verließ und nach draußen rannte. Ihre Mutter, ihre eigene Mutter! Welche Muter sagt solche Dinge zu ihrem Kind?-
Heiße Tränen rannen über ihre Wangen, die von der schneidenden Kälte gerötet waren. Mama. Mama. Sie flüsterte Worte in den Wind. Ihre Beine sackten unter ihr weg. Mama.

This clouds just wont go away.

Nach Regen kommt Sonne
        oder
Nach Sonne kommt Regen
          !?

Freitag, 9. September 2011

Versagerin ohne Stil

Wieder, wieder, immer wieder.
Ich versage. Ich habe versagt. Ich esse ohne Kontrolle, was immer ich mag.
Jetzt habe ich meine Zahnspange und das schränkt mich für die nächsten Tage sehr ein, was mir hoffentlich helfen wird. Ich will es ja schaffen, aber ich kann nicht.
Wenn ihr einen Tip für mich habt, lasst mir einen Kommentar da, okay?

Dienstag, 6. September 2011

hdgdl baaabeeeyyyyy

Wisst ihr, was mich ankotzt? Jeden Tag aufs neue?
Diese Falschheit. Die Menschen die sich einen scheiß um mich kümmern, für die ich nur eine kleine Witzfigur bin. Weil diese Menschen immer ankommen, mir ein Schlangen-zähnefletsch-strahle-lächeln zeigen und mich umarmen. Küsschen links, küsschen rechts.
''Uiiii, noch aineeen Bussiii schazziiiii??!''
Würg. Kotz.
Und wenn sie mich dann anschreiben, am Ende immer dieses   -lieb dich.- -Hdl.- -Hdgdl.-
Warum nicht einfach ehrlich sein? Warum diese Show nicht einfach lassen?
Mädchen, ihr seid so falsch wie Prada Handtaschen in Griechenland, sorry.
Und ab jetzt lasse ich nicht mehr zu, das ihr eure Arme um mich legt und mich mit euren widerlichen Küsschen anekelt. Ab jetzt lasse ich nicht mehr zu, dass ihr mich -baaabeeeeyyyy- nennt und mir Sachen wie -hdgdl, schatzziiii ich will dich niee verlieern!- schreibt. Fickt euch.

''Lächeln- Küsschen links, Küsschen rechts, umdrehen- kotzen.''

Sonntag, 4. September 2011

Eine Jugend im Stress

Deutschland. Deutschland und seine Jugend. Eine Jugend im Stress. Eine Jugend, die nichts kennt, alles weiß und dennoch nicht weiter kommt.
Eine Jugend die mit allen spricht und doch nichts sagt, die überall hin geht und doch nicht weiterkommt.
Es ist wie verhext.

Mittwoch, 31. August 2011

Reden. Worüber? Über alles.

Ich habe ihn angeschaut und er wusste, dass ich reden wollte. Mit einem Blick, ganz ohne Worte. Wir haben uns langsam etwas von den Anderen entfernt und uns schließlich auf eine etwas abseits gelegene  Bordsteinkante gesetzt. Es war schon ziemlich dunkel, so erkannten wir uns bloß schemenhaft.
Musik und Gelächter wehten zu uns herüber. Er sah mich wieder an, ich senkte den Kopf. "Weißt du, mein Leben zerbricht zwischen meinen Händen." begann ich.
"Ich habe seit einiger Zeit ein Problem. Mehrere Probleme..." Als er mich so ansah, besogt, verständnisvoll, zog ich langsam meinen Ärmel hoch und legte meinen nun nackten Arm auf sein Knie. Sanft nahm ich seine Hand und ließ seine Finger über die Narben gleiten. Er sog einmal scharf Luft ein, als er sie spürte.
"Warum?" fragte er nur. Ich nickte. Ich hatte diese Frage erwartet. Eigentlich hatte ich mir geschworen es niemandem zu sagen, aber immerhin war er mein bester Freund. Er würde mich unterstützen und mich verstehen. Sich Sorgen, aber mich niemals drängen.
Ich legte meine Hände wieder in meinen Schoß und begann nervös mit meinen Fingern zu spielen.
"Ich weiß nicht genau." gab ich zu. "Es befreit mich für eine Weile, solange es blutet, von meinen Problemen. Ich fühle mich so schrecklich fett und ekelhaft. Und ich versuche stark zu sein damit niemand merkt wie verletztlich ich bin. Bei mir zu Hause ist alles so... . Der dauernde Streit. Der Blick in den Spiegel, der mich so anwidert. Ich habe so viel versucht um dünner zu werden und jetzt habe ich endlich eine Methode gefunden die anzuschlagen scheint." Ich versuchte mich an einem zaghaften Lächeln, während er mir noch immer zuhörte.
"Ich esse einfach nicht. Und in der Schule tue ich einfach so, als würden mich die Worte der Anderen nicht verletzten. Ich weiß ja, dass sie nur Spaß machen. Wenn sie lachen und sagen ich sei zu fett, weiß ich dass sie das nicht ernst meinen. Jedenfalls nicht richtig. Denn in jedem Scherz steckt ein bisschen Wahrheit. Und wenn sie soetwas sagen, dann verdrehe ich die Augen, lache, grinse und wenn ich in Kämpferstimmung bin, zeige ich ihnen den Mittelfinger, damit niemand merkt wie sehr mich das verletzt."
Inzwischen hatte er den Arm um mich gelegt und mich an sich gezogen. Ich schlug die Hand vor den Mund als ich spürte wie ich zu weinen begann.
"Wenn ich dann wieder zu Hause bin, erinnere ich mich an ihre Worte und das Lachen. Daran wie verletztend es war. Und dann sehe ich mich im Spiegel und mir wird schlecht. Also fresse ich trotzdem, beuge mich dann über die Toilette und kotze, nur um am nächsten Tag zu hören wie fett ich doch bin."
Schluchzend lehnte ich mich an ihn. "Mein Leben ist nichts wert."
Als ich geendet hatte, hielt er meinen zitternden Körper fest im Arm und strich mir übers Haar. Über uns explodierte ein Feuerwerk, man hörte die Menschen jubeln.
"Von jetzt an, kämpfen wir zusammen, versprochen." flüsterte er. Wie gut mir seine Worte taten und wie sehr ich ihm glaubte. Er war mein bester Freund. Ich hatte ihm das alles erzählt und er hatte zugehört. Er verstand mich, er war für mich da. Ich war nicht mehr allein...

-Ich schlug meine Augen auf. Ein Traum. Es war ein Traum. Kein bester Freund, der mich in seinen Armen hielt, kein Feuerwerk. Nein, da waren nur ich, die Dunkelheit und die Einsamkeit. Klar, wäre ja auch eine absurde Idee gewesen das Alles, meine fast komplette Geschichte, jemandem zu erzählen. Nein, mein 'bester Freund' würde das nicht verstehen, nicht zuhören, nicht mit mir kämpfen und ich würde ihm nie erzählen, was ich fühlte. Ich war eine Einzelkämpferin. War immer so, wird immer so sein. Allein.

...aber wie gerne würde ich reden!?



Montag, 29. August 2011

Das soll Stolz sein?

Nein, da war nichts von Stolz oder Würde, als ich über der Kloschüssel hing. Kein Funken Hoffnung als ich mich mit aller Kraft an dessen Rand klammerte sodass meine Fingerknöchel weiß hervortraten.
Weißt du wie es ist das Essen noch einmal zu sehen? Ich habe die Musik aufgedreht damit niemand mein weinen hört, weil es so wehtut.
Da war nichts mehr von der Begierde mit der ich alles in mich hineingestopft habe. Ich habe den Kühlschrank geöffnet und mir nichts dabei gedacht, wie ich Löffel um Löffel in meinen Mund gesteckt habe. Es schmeckte mir nicht einmal, nein ich fand es widerlich und trotzdem habe ich es gefressen, als wäre ich am Verhungern. Löffel um Löffel. Ich habe gespürt wie mein Bauch sich wölbte und bin wieder zum Kühlschrank gegangen. Eine neue Portion Fett um die Leere in mir zu füllen. Eine neue Portion Fett um das fehlende Stück 'etwas' zu ersetzen. Und dann ist mir klargeworden, dass ich das Essen nicht würde behalten können.
Ich habe das Gesicht angewidert verzogen, wohlwissend das ich danach kotzen musste und habe weiter gegessen. Löffel um Löffel.
Als ich fertig war, mein Bauch rund wie ein Luftballon, habe ich mir einen Schluck Olivenöl geholt, ihn geschluckt und mich mit letzter Kraft über das Porzellan gebeugt.
Nein, wenn man kotz, dann ist da nichts an Stolz. Bloß ein kleines, unsicheres, gebrochenes Mädchen.
Das hat nichts mit der Würde oder der Schönheit die man erlangen möchte zu tun. Im Moment in dem man sich entscheidet es zu tun, verschwindet die Sicherheit. In diesem Moment wird einem klar, dass man versagt. Immer und immer wieder. In diesem Moment in dem man halb verdaute Essensreste im trüben Wasser sieht, in dem sich auch sein eigenes Gesicht spiegelt, hasst man sich für diese gedankenlose Völlerrei. Einem wird klar, das man nur so wenig wert ist, wie der Dreck vor seiner eigenen Nase.

Sonntag, 28. August 2011

Tanzen

Ich habe mir gerade überlegt, das ich anfangen will zu tanzen. Am liebsten Ballett, aber ich bin schon zu alt um anzufangen, oder? Ich würde so gerne tanzen bis meine Schuhe kaputt sind und mein Körper vor Erschöpfung zittert. Ich liebe das Tanzen also warum nicht?
Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, fehlt dazu einiges. Die Körperbeherrschung, die Anmut und das Geld. Die Zeit, das richtige Gewicht und alles, was sonst noch dazu gehört. Ich könnte nie richtig gut sein. Also warum es versuchen?
Nein, die Frage ist: Warum nicht?

Innerer Konflikt mit leichten, äußeren Einwirkungen

WAS soll ich tun? Sagt es mir, denn ich weiß es echt nicht.
Wenn es nach meinem Umfeld ginge, müsste ich Ana aufgeben, wenn es nach mir ginge, müsste ich ein Lügenkünstler werden. Denn mein Umfeld würde Ana nicht verstehen.
Meine Freundin, die ich seit dem Kindergarten kenne und die für mich wie eine Schwester ist, hat zu viel durchgemacht. Sie hasst Essstörungen und hat allen Grund dazu. Ihre Verwandte, wäre beinahe gestorben deswegen. Und sie selbst hat das zu früh erfahren, hat zu früh zu viel gesehen. Sie viel über Essstörungen gelernt. Auch wie man sie erkennt. Sie weiß so viel, vermutlich weiß sie besser Bescheid als ich. Wenn sie das mit mir erfahren würde, würde sie kaputt gehen, das weiß ich. Und es wäre meine Schuld.
Meine Mutter hat gesagt sie steckt mich sofort in eine Klinik wenn sie bei mir Anzeichen von Magersucht erkennen würde und sie meint das ernst das weiß ich.
Ich weiß nicht was ich tun soll. Einfach Ana gehen lassen und viel Sport machen- eine Gesunde aber normale Ernährung!? Kann ich dann trotzdem fliegen? Kann ich dann trotzdem ein Engel werden- dünn und zierlich? Kann ich das schaffen, oder werde ich versagen? Was soll ich tun? Sagt ihr es mir, denn ich kann nicht sehen, was richtig ist und was falsch.

Mittwoch, 24. August 2011

Lost inside

I couldn't tell you why she felt that way,
She felt it everyday.
But I couldn't help her
I just watched her make the same mistakes again.
What's wrong, what's wrong now?
Too many, too many problems.
Don't know where she belongs, where she belongs.
She wants to go home, but nobody's home.
It's where she lies, broken inside.
There's no place to go, no place to go
to dry her eyes.
Broken inside.
Open your eyes and look outside, find the reasons why.
You've been rejected, and now you can't find what you've left behind.
Be strong, be strong now.
Too many, too many problems.
Don't know where she belongs, where she belongs.
She wants to go home, but nobody's home.
It's where she lies, broken inside.
There's no place to go, no place to go
to dry her eyes.
Broken inside.
Her feelings she hides.
Her dreams she can't find.
She's losing her mind.
She's fallen behind.
She can't find her place.
She's losing her faith.
She's fallen from grace.
She's all over the place yeah
She wants to go home, but nobody's home.
It's where she lies,
broken inside.
There's no place to go, no place to go
to dry her eyes.
Broken inside.
She's lost inside, lost inside...oh oh yeah
She's lost inside, lost inside...oh oh yeah

Alles zerbricht. Es zerfällt zwischen meinen Händen einfach alles zu Schutt und Asche. So viele Probleme häufen sich direkt vor mir, auf mir lastet so viel Verantwortung und sie merken es nicht einmal. Ich ersticke an diesem Berg an Schmutz der auf meiner Brust liegt. Und mit wem könnte ich auch reden? Meine beste Freundin ist eines dieser abgefuckten Probleme. Ich war ihr ja eine solch schlechte Freundin. Ja, tut mir leid. Es tut mir so leid, dass ich gerade so viel mit der ganzen Scheiße zu tun hab, dass ich mich nicht auch noch um dich kümmern konnte. Es tut mir so leid, dass ich versucht habe mich zu zerbrechen um trotzdem bei dir sein zu können. Ich habe immer versucht dir zuzuhören, ehrlich und aufmerksam obwohl mein Kopf an Sorgen zu platzen drohte. Ich habe immer versucht für dich eine Lösung zu finden, obwohl ich nichtmal für mich eine einzige finden konnte. Es tut mir so leid, dass ich versagt habe.
Mein Zahnspangentermin wurde verschoben. Dafür habe ich Jared Leto gesehen. Der Kerl ist Sex auf zwei Beinen. Ihr habt ja keine Ahnung wie sehr ich das genossen habe. Ihn zu sehen, zu hören, mich nicht allein zu fühlen. Wenigstens für einen Moment einer großen Masse anzugehören. Untergehn und trotzdem ganz besonders sein. Es war so genial und schreit so laut nach wiederhohlung, dass ich heulen könnte.
Okay also ich werde mich jetzt wieder meinen Problemen gegenüberstellen. Zum Glück sind es nur PRObleme, denn wenn ich sie nicht bewältigen könnte, würden sie ja CONRTAbleme heißen.
Bleibt stark, okay? Seid was ich nicht sein kann.

Dienstag, 16. August 2011

Back to where I start

Morgen werden die 5. Klässler eingeschult. Ich bin Patin einer 5. geworden, yippie, und deshalb darf ich morgen dabei sein. Ich werde die ''Kleinen'' so gut ich kann unterstützen und ihnen helfen. Vielleicht will ich das so sehr, weil wir das damals nicht hatten. Unsere Paten haben wir einmal gesehen und dann nie wieder. Das will ich mit meiner Gruppe zusammen, anders machen.
Ich bin schon ganz aufgeregt! Ich denke, ich werde eine Menge Spaß haben mit den ''süßen'', kleinen Dingern. Obwohl... 5. Klässler sind ziemliche Biester. Ich frage mich, ob wir wohl auch so waren.
Nein- bestimmt nicht. WIR doch nicht! :)
Ich weiß noch wie ich in die 5. gekommen bin und wie furchtbar nervös ich war.
Ich muss gestehen, ich bin ganz schön aufgeregt wegen morgen. Ich hoffe das alles ziemlich perfekt laufen wird.
Hab ich schon erwähnt, dass ich aufgeregt bin?

Sehen und (über-)sehen werden

Hey ihr Lieben Stalker, Blogleser, Fremde und Freunde,
mal wieder ein neuer Blogeintrag über mein tägliches Leben. An dieser Stelle, möchte ich euch darauf hinweise, dass alle Texte (wenn nicht weiter gekennzeichent) von mir stammen. Ich freue mich falls sie euch gefallen und ihr sie fleißig mit Kommentaren überhäuft. Ich habe wirklich ganz viel Mühe und Gefühle in jedes dieser Worte gelegt, ich hoffe ihr seid gnädig mit mir. :)
Bleibt stark, haltet durch und genießt die kleinen Momente im Leben, eure Annie.

Heute hat sie meine Narben gesehen und die frischen Schnitte. Sie hat mich angeschaut, stumm darauf gedeutet und den Kopf schief gelegt. Nur einmal habe ich nicht aufgepasst und den Ärmel hochgeschoben. Verdammt, hätte ich es nur nicht getan. Da unsere Lehrerin ein Gehör wie sonstwas hat, habe ich nur schweigend die Schultern gezuckt, sie angelächelt und meinen Ärmel wieder runtergeschoben. Sonst hat es niemand bemerkt. Ich werde mir für morgen eine Erklärung ausdenken, wie ich zu den Schnitten gekommen bin, werde sie beruhigen und ihr versichern, dass es nicht so ist wie es aussieht.
Ansonsten verlief der Tag ganz gut. Ich habe mir für die Schule nur ein paar Tomaten mitgenomen und den Unterricht ziemlich gut überstanden. Nur hier zu Hause, fühle ich mich nicht richtig wohl. Meine Mutter ist nur am stören, mich anschreien und neue Dinge finden, die ich falsch mache. Und trotzdem scheint sie mich nie richtig zu sehen. Sie merkt nicht wie es mir geht, oder es ist ihr egal. Sie bekommt aus meinen Leben nichts mit und wundert sich dann, wenn ich sie irgendwann ausschließe. Ich meine, ich denke ich komme mit Kritik ganz gut klar, aber diese jeden Tag zu ertragen ist für mich zu viel. Jeden Tag für Dinge veratnwortlich gemacht zu werden, jeden Tag gesagt bekommen, was ich falsch mache und wenn ich etwas richtig mache, ist es auch falsch. Jeden Tag hören, wie schlecht ich bin, wie wertlos. Ich muss akzeptieren was sie sagt. Ich muss akzeptieren, dass ich es ihr nie rechtmachen kann. Ich muss es akzeptieren und einfach still hinnehmen, nicken und sagen das ich mich bessern werde. Wann kann ich endlich raus hier? Irgendwo hin, wo ich mal etwas richtig mache. Irgendwohin, wo ich für jemanden die ganze Welt bedeute und wichtig bin. Wo ich nicht übersehen werde.

Sonntag, 14. August 2011

Irgendwo zwischen Träumen und Wirklichkeit

Ich ziehe den Ärmel hoch um mich zu vergewissern, dass die feinen, roten Linien wirklich da sind.
Ich sehe sie an und kann mir nicht vorstellen, dass ich das getan haben soll.
Vollkommen unmöglich. Aufregung durchströmt mich. Doch, ich habe es getan. Das Blut ist wirklich da und die Schnitte auch. Es ist Wirklich.
Ich hätte nie gedacht das ich dazu in der Lage bin.

Be there

Was glaubst du, wie viel Leid kann ein Mensch ertragen, bevor er sich wünscht, dass sein Leben endet?
Wie viele Jahre wird es dauern um über den Verlust eines geliebten Menschen hinweg zu kommen? Ewig?
Wie lange wird es dauern um weitermachen zu können?
Wie lang ist eine Sekunde, wenn man unter Schock steht? Wenn man sich fallen sieht?
Was glaubst du, musst du tun, um das Leben eines Menschen zu zerstören? Glaub mir, manchmal reicht ein Wort.
Hast du schonmal das Gefühl gehabt den Abgrund nur um Millimeter zu verfehlen? Oder hineinzustürzen, in eine tiefe Dunkelheit?
Was denkst du, wie es ist in leere Augen zu schauen? Wie es ist zu wissen, dass man nicht helfen kann?
Das Gefühl nicht rechtzeitig da zu sein verfolgt uns. Uns alle.

-Leben. Manche sagen es, als wäre es selbstverständlich.-

Die ewige Suche

Ich suche nach Lippen, die ich zur Gute Nacht küssen kann.
Ich suche nach Armen, bei denen ich Trost finde.
Ich suche nach Augen, in denen ich mich verlieren kann.

Robots

Maggot nannte sie Roboter, weil sie alle am Morgen aufstehen und dieselben Dinge zum Frühstück essen, dann aus dem Haus gehen und Tag für Tag dieselbe Arbeit machen, dann nach Hause kommen und dieselben Dinge zum Abend essen und sich schlafen legen. Warum machte das denen nichts aus? Oder vielleicht war die Frage auch: Warum machte es uns was aus?
-Asphalt Tribe

Dienstag, 9. August 2011

Zu viele Fragezeichen

Es sind zu viele Fragezeichen und es werden immer mehr.
Ich habe beschlossen, hier auf meinem Blog nicht nur über ProAna zu schreiben, sondern über alles. Alles, was mich beschäftigt. Hier kann ich ganz ehrlich schreiben, was ich denke.
Als mal tief Luft holen und mir selbst eine Frage stellen.
Was will ich?
Das frage ich mich die ganze Zeit. Ich meine, es ist zu spät. Die Stimme in meinem Kopf ist längst zu laut geworden um sie zu übertönen. Sie murmelt Dinge, wenn ich esse. Sie richtet ihre Worte direkt an mich. Sie ist wie ein Spiegel, den ich überall dabei habe. Sie macht mir Vorwürfe. Früher dachte ich, soetwas gäbe es nicht, aber jetzt weiß ich es besser. Sie ist überall. Lacht mich aus.
Ich frage mich, was ich will. Will ich verschwinden? In der Masse untergehn? Einfach vor allen Augen unsichtbar werden? Ja.
Will ich gesehen werden? Endlich gehört werden? Nicht mehr übersehen werden? Ja.
Will ich mich endlich selbst schön fühlen? Ja.
Will ich für andere schön sein? Ja.
Ich werde schon noch sehen, was passiert. Es ist ein Abenteuer. Wie mit weit geöffneten Augen durch einen stockdunklen Tunnel. Man ist neugierig und will wissen wohin es geht, man versucht etwas zu sehen, doch es ist einfach zu dunkel. Man wird erst am Ende sehen wo man ist.
Uhh, aufregend...

...das rede ich mir zumindest ein.

Montag, 8. August 2011

Get drunk and fuck and fight

Es fühlt sich in letzter Zeit an, wie ein innerer Kampf. Die Frage, wer ich sein kann, sein will.
Ich will Veränderung und habe Angst davor. Ich bin zu laut, bin zu leise, finde einfach kein Maß.
Mein unerschütterlicher Optimismus wankt. Ich habe immer alles positiv gesehen. Habe in allem stets das Gute gesehen, immer einen Weg. Und jetzt? Jetzt zweifle ich. Ich sehe meine Zukunft, mein rosarotes Traumschloss, in weite Ferne rücken sehe, wie es zerfällt. Stück für Stück zerbrechen meine Träume. Ich versuche es zu schaffen. Ich versuche das Positive zu sehen in dieser Dunkelheit. Ich verrsuche nicht zu weinen. Ich versuche die Entertainerin zu bleiben, die immer alle zum Lachen bringt. Aber wie kann ich alle zum Lachen bringen, wenn ich nicht mal selbst lachen kann? Wenn ich kaum die Kraft habe für mich selbst zu sorgen, wie soll ich meine Kraft mit allen teilen wie ich es früher immer versucht habe?
Ich fühle mich leer, ich fühle mich zu voll. Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nichts mehr.
Ich habe eine Veränderung dringend gebraucht, also bin ich heute zum Friseur gegangen. Ich hatte lange Haare. Wirklich lange Haare. Und ich habe mit meinen Haaren immer eine Hass-Liebe geführt. Ich fühle mich besser, jetzt wo sie mir gerade bis zum Kinn reichen. Ich fühle mich ein kleines Stück freier.
Ich kämpfe. Ich kämpfe mir den Weg zum Himmel frei und wenn ich mich dabei selbst verliere, und wenn ich mich dabei finde- wenn ich oben bin, werde ich wissen. Einfach weiter wissen.

Freitag, 5. August 2011

Igitt

Eine blassgelbe Flüssigkeit, die harmlos aussieht, aber wenn ich sie trinke verbrutzelt sie mir den Mund und verätzt alles. Ingwer-Zitronentee. Ich hasse es wirklich. Ich finde ihn furchtbar. Würg.
Wenn es nach mir ginge, würde ich ihn den ganzen Tag trinken. Nein, ehrlich. Der ist gut für den Körper.
Hab ich zumindest mal gehört.
Der hat furchtbar viele Vitamine, Mineralien, ist gut für den Magendarmtrakt, regt den Stoffwechsel an, ... usw.
Ist eine Geschmacksfrage. Es gibt Menschen, die mögen den echt gerne.
Ich gehöre definitiv nicht dazu.

Raupe Nimmersatt.

Ich bin echt enttäuscht von mir selbst, ekle mich. Ich habe in den Tagen, in denen ich nicht zu Hause war, einfach zu viel gegessen. Verdammt. Heute wäre ein Tag gewesen, an dem ich hätte fasten können. Ich habe das Frühstück 'verschlafen', hatte auch keinen hunger und dachte ich würde das durchhalten. Ich habe mir geschworen allerfrühstens zu essen, wenn mein Magen laut knurren würde.
Es war kein hunger, der mich zum Essen trieb. Es war meine eigene, verdammte Schwäche. Appettit.
Warum habe ich mich nicht einfach zusammengerissen?
Ich bin Raupe Nimmersatt & wenn ich so weiter machen, werde ich nie ein Schmetterling.
Allerdings hatte ich meinen Kumpel neben mir sitzten, der essen kann wie sonstwas. ER wird nicht fett davon. Und ich habe mir immer eine kleine Portion auf den Teller getan und ihm dann trotzdem noch die Hälfte auf den Teller geschoben, wenn niemand es gesehen hat. Das funktioniert echt gut.
Trotzdem nicht gut genug...

Mittwoch, 3. August 2011

Noch ein paar Wochen

Mir ist gerade aufgefallen, dass am 24.o8.11 (also in ein paar Wochen), meine feste Zahnspange bekomme.
Im ersten Moment dachte ich: verdammt, ich will keine Zahnspange. Wie sehe ich denn dann aus? Wie ein Horror-Teletubby!
Aber dann ist mir aufgefallen, dass ich dann ja ungefähr zwei Tage nur flüssig Nahrung zu mir nehmen kann.
Flüssig Nahrung = wenig Nahrung.
Haha, ein Grund mich auf die Klammer zu freuen.

Noch ein paar Wochen... :D

Wir haben ja einen See!

Oh mann, ich habe heute herausgefunden, dass wir hier, wo ich wohne, einen See haben! Einen ganz kleinen, aber der Weg dahin ist perfekt um spazieren zu gehen und zu joggen.
Also bin ich da heute Nachmittag einfach mal hingelaufen, hab mich dahingesetzt und das Wasser angeschaut.
Spazieren gehen lohnt sich echt. Ich könnte das sogar ganz gerne haben. So entgeht man dem fragenden Blick der Mutter wenn man Essen ablehnt, man entgeht dem Kühlschrank und man bewegt sich.
Ich glaube ich gehe jetzt öfter an den See.
Es ist aber auch wirklich verdammt schön da. Neben dem See ist ein Feld, wenn die Sonne auf das Korn scheint, leuchtet es richtig. Das nächste mal bleibe ich länger da.


Morgens:
-1 Scheibe Sonnenblumenkernbrot ?
-1 kleinen Naturjoghurt ?
-1 Glas Milch (1,5 %) 92 kcal

Mittag:
-1 Glas Milch (1,5 %) 92 kcal

Abends:
-1oog Naturjoghurt mit 25g Haferflocken 145 kcal
_____________

  =   329 kcal

Also 329 kcal, ganz viel Eiswasser & zwei Tassen grünen Tee. Bin zufrieden.

Dienstag, 2. August 2011

Mit meinen Augen

Ich weiß wie kaputte Menschen aussehen. Ich weiß es.
Ich habe sie gesehen, kaputte Menschen. Ich habe viele, verschiedene kaputte Menschen gesehen.
Ich habe ein Mädchen gesehen, wie sie dasitzt. Eine Flasche in der Hand, tiefe, sehr tiefe Narben auf ihrer Haut. Buchstaben, Linien, Sätze, die sich über ihre Haut ziehen. Und auch wenn sie manchmal lacht, laut lacht, frei lacht, weiß ich, es wird nicht wieder gut.
Ich habe einen Jungen gesehen, die Unterarme auf die Knie gestützt, den Kopf gesenkt sodass ihm die langen Haare ins Gesicht fallen. Es sieht aus, als würde er schlafen, aber in Wirklichkeit schaut er auf den Boden. Minuten, Stunden, Tage.
Ich habe ein junges Mädchen gesehen. Eine, die gerne lacht, die gerne albern ist. Ein wunderschönes Mädchen. Die Narben auf ihrer Haut sind schon verblasst. Bloß eine Jugendsünde. Sie ist anständig. Doch auch sie ist irgendwie kaputt. Ich kenne sie sehr gut. Sie unterscheidet sich von anderen, denn sie hat zu viel gesehen. Mehr als ich vielleicht. Sie sieht ihre Schwester sterben, direkt vor ihren Augen verschwinden. Und ich weiß, wenn ihre Schwester stirbt, lacht sie nicht mehr. Nein, wenn ihre Schwester stirbt, dann wird sie mit ihre gehen. Das ist, was ich gesehen habe. Ich sehe das und kann nicht helfen.
Ich weiß wie kaputte Menschen aussehen. Ich weiß, wie sich das anfühlt.
Warum hat mich das nicht abgeschreckt? Das hätte es doch tun sollen, oder nicht? Hätte mir eine Warnung sein sollen, oder? Tja, ich bin mittendrin und irgendwie froh darüber.

Die Idee vom Fliegen

Okay also.. wie kam ich zu Ana?
Es war mein Körper, der sich weigerte zart auszusehen, es waren die scherzhaften Worte anderer, die mir die furchtbare (fette) Realität vor Augen führten, es war ein Thinsop Video auf YouTube, dass das Fass zum überlaufen brachte.
Ich habe oft geweint, weil ich mein Spiegelbild nicht ertragen konnte. Das kann ich immer noch nicht. Ich habe geweint, weil ich keine Kontrolle über mein Leben hatte, weil ich nicht über meinen Körper bestimmen konnte. Als ich Thinspo Videos gesehen habe, schien ich nicht mehr so allein zu sein. Als ich ProAna Seiten gelesen habe, schien die Last erträglicher zu werden.
Ich habe es ausprobiert & ja, ich will es. Ich will es so sehr. Ich will es mehr als essen. Ich will leicht sein, zart. Ich will Flügel auf meinem Rücken, ich will fliegen.
Das war der Anfang und jetzt bin ich mitten drin. Zu spät um umzukehren. Danke Ana, für deine Hilfe.

Stay Strong.