Mittwoch, 28. Dezember 2011

Can't explain why I feel this way.

Ich ziehe die Knie an den Körper, der Geschmack von Versagen auf meiner Zunge.
Aus meinen Kopfhörern dringt laute Musik. Sänger die von Verlust, Depressionen und Hass singen- mich anschreien die Welt sei nicht mehr lebenswert.
Irgendwas ist nicht richtig. Irgendwas stimmt hier nicht. Ich kann spüren aber nicht sehen, also schließe ich die Augen. Ich bin einsam und dieses Mal hilft der sonst so tröstliche Gedanke an Sonnenstrahlen nicht.
Es scheint ewig lange seit ich mich das letzte Mal selbst verletzt habe, seit ich mich das letzte Mal übergeben habe. Trotzdem sehe ich die Schnitte noch viel zu deutlich und trotzdem kann ich die unerträglichen Magenschmerzen noch spüren.
Ich hasse was aus mir geworden ist. Es begann mit Hass auf meinen Körper, ging über Hass auf andere, Hass auf mich und meine Gedanken bis hierher- Hass auf Alles.
Immer und überall rieche ich den Gestank nach Kotze und Angstschweiß. Überall spüre ich die Anwesenheit des Todes der mir Löcher in den Rücken starrt. Immer und überall kann ich die Leere fühlen.
Es scheint ewig her zu sein das ein richtiges Lachen meine Lippen verließ.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Eine Nacht im Herbst

''Komm!'' flüstere ich aufgeregt und ziehe Sarah aus dem Bus. ''Los!''
Ich springe mit ihr aus dem Bus in die Dunkelheit und beginne zu kichern. ''Komm schon!'' Wir rennen los.
Nach einer Weile hören wir auf zu rennen und hüpfen stattdessen auf der Straße die Abends immer vollkommen leer ist. Auf einmal sehen wir zwei Gestalten vor uns auf uns zukommen. Wir kneifen zu Augen zusammen doch das ist nicht mehr nötig denn schon hören wir ihre Stimmen. Sarah beginnt wieder zu rennen und ich folge ihr.
Die beiden Jungs haben eine Flasche Cola dabei, Zigaretten in den Händen. Wir umarmen uns kurz. ''Sind alle anderen schon da?'' frage ich gespannt. Natürlich sind sie das. Jetzt fällt mir auf wir durstig ich bin. Lachend schnappe ich mir die Flasche, drehe sie auf und lege den Kopf in den Nacken. Ein Schluck, zwei. Drei Schlucke, vier und fünf. Immer mehr, werde immer durstiger. ''Stopp, nicht so viel auf einmal!'' ruft Tim erschrocken als er mir die Flasche aus der Hand reißt. ''Warum?'' frage ich gereizt als ich es merke. Wodka. Eine sehr gute Mischung.
Nach ein paar Minuten kommen wir an der Schule an, klettern über den Zaun. Überschwänglich begrüßen wir alle. Fast jeder ist da. Die meisten kenne ich. Wir trinken, wir reden und wir lachen. Wir rennen über den Schulhof und lassen uns kichernd ins Laub fallen. Zwei Mädchen die ich nicht leiden kann, kippen kurze auf ex und werfen die Flaschen danach einfach auf den Hof. Irgendwann ziehe ich eine Kippe aus meiner Tasche. ''Hast du Feuer?'' Natürlich hat er Feuer. Ich spüre die Blicke auf mir, auf meinen zitternden Fingern die ungeschickt die Spitze anzünden. Die anderen machen es mir nach. Wir blasen weißen Rauch in die Dunkelheit und für einen Moment ist alles still. Nur unsere Zigaretten glimmen immer wieder auf. Daniel hat drei Zigaretten gleichzeitig im Mund, seine Pupillen sind stark geweitet. Tim steht ganz dicht vor mir und sieht mich eindringlich an. ''Alles klar?'' flüstert er. Schnell strecke ich mir die Zigarette zwischen die Lippen damit er nicht auf dumme Gedanken kommt.
''Scheiße der holt die Bullen..'' murmelte jemand neben mir. Ich blinzele verwirrt. Panik bricht aus. ''Die Bullen!'' schreien einige und rennen los. Ich höre die ersten über das Gitter klettern das unsere Schule umgibt. Mein Verstand ist benebelt vom Alkohol. Ich raffe mich auch, renne nach hinten um meine Freunde zu holen. Sie kommen mir entgegen gerannt.
''Scheiße.'' fluche ich als ich vor dem Eisengitter stand. Meine Beine zitterten wie verrückt. ''Wie soll ich darüber kommen?''
''Keine Ahnung, aber beeil dich.'' zischt Judy. Also reiche ich Cedric meine Kippe auf die andere Seite des Gitters und klettere. ''Du rauchst?'' flüstert er nachdem er mir den kleinen Stummel wieder gegeben hatte. Ich zuckte nur die Schultern als ich meinen letzten Zug nahm und sie auf den Boden warf.

''Lass mich riechen.'' kicherte ich und boxte ihm gegen die Schulter. Er grinste und fischte das kleine Tütchen aus seiner Hosentasche. Ich merkte wie abwesend er schon war. Total hin. ''Hier.'' murmelte er. Ich verdrehte die Augen. Behutsam strich ich über das Papier, öffnete das Tütchen und atmete tief ein. Süßlich.
''Wie ich es in Erinnerung hatte.'' strahlte ich und steckte es ihm wieder in die Tasche. Ich fragte mich woher er das Gras nur immer bekam.

Der Mann schwankte gefährlich. Er roch nach Alkohol. Ein junger Mann der in Kneipen verrottete, weil er keine Arbeit gefunden hatte. Wir unterhielten uns mit ihm, die Jungs schnorrten sich Zigaretten bei ihm, damit die Mädchen bei ihnen ziehen konnten. Der Mann stellte sich als 'Arschgesicht' und 'Benno' vor und vollführte eine kleine Verbeugung.
Wir waren vom Schulhof auf einen kleinen Platz hinter der Schule geflüchtet und saßen auf den Steinskulpturen. Der Freund meiner Freundin verschwand mit einem anderen Mädchen im Gebüsch. Meine Freundin weinte, ich ließ mir von meinem besten Freund durch die Haare streichen während ich fasziniert mit seinen Fingern spielte.

Dienstag, 20. Dezember 2011

JA!

Guten Morgen liebe Motivation.
Ich bin heute Morgen aufgewacht und wusste wieder das ich es will! Ich WILL dünn sein. Ich WILL wieder richtig Kontrolle haben. ICH WILL.

Und jetzt guten Abend, ich gehe nichts essen.


Sonntag, 11. Dezember 2011

Wirre Gedanken, verselbstständigter Körper

Ich weiß nicht ob die Creme gut für meine Schnitte ist, schmiere sie aber dennoch großzügig darüber. Vielleicht entzündet sich das... Ich schmiere weiter. Und wo ich schon dabei bin, creme ich auch gleich meine alten Narben ein. Und meine Lippen. Meine Wangen. Meine Finger. Ganz automatisch.

Ich muss schreiben. Meine Gedanken aufschreiben. Sonst platze ich vor Wörtern.

Let me go

And darlingdoes it frighten you to know that I'm ready to kill myself?





Donnerstag, 8. Dezember 2011

Dont you want it?

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ShockBlast
[Photos by: alexander-tikhomirov-photography]

Heute ist das morgen von dem wir gestern sprachen.

''Was ist los?'' besorgt sah ich sie an. Es sah aus als würde sie jeden Moment anfangen zu weinen.
''Alles.'' antwortete sie. Nun schlug meine Besorgtheit in Genervtheit um. Was konnte ihr schon schlimmes passiert sein? Was war so schlimm an ihrem Leben. Na jetzt war ich aber gespannt. Sie zuckte die Schultern.
''Alles eben. Meine Freunde, B. ... es ist alles total schlimm!''
Ich verdreht die Augen. Niemand mochte sie, das stimmte. Sie war unheimlich anhänglich, nervig und eingebildet.
Sie hatte sich Hoffnungen gemacht, das B. sie mögen könnte. B. mag sie ganz und gar nicht und das zeigt er ihr jetzt auch. Und sicher wendeten sich viele von ihr ab weil niemand es lange mit ihr aushielt, aber...
''Ich weiß einfach nicht ob das alles hier noch einen Sinn hat. Ich kann nicht mehr.''
Ich drehte mich um und ging. Ja, ich bin der Ansicht das jeder 'schlimm' anders empfindet, aber das sie gleich so abspackt. Am Liebsten hätte ich ihr alles erzählt, ihr meine Geschichte an den Kopf geschleudert damit sie aufhört rumzujammern wegen ihrem 'beschissenen' Leben. So jammere nicht mal ich rum.
Ich atmete die kühle Luft ein um mich abzuregen. Ich weiß, es ist übertrieben deswegen gleich sauer zu werden aber im Moment gehe ich unheimlich leicht an die Decke. Mein Blick streifte. M.. In den letzten Monaten hatte sie bestimmt 10 kilo abgenommen, vielleicht 15. Man konnte ihr förmlich beim Verschwinden zusehen. Wir hatten oft darüber geredet. Über ihre Essstörung. Und es machte mich unglaublich traurig zu sehen das ich die einzige war, die bemerkte wie sehr sie um ihr Gewicht kämpfte. Sonst interessierte sich niemand für sie. Und wenn sie so weitermachte, dann würde sie in spätestens einem Jahr im Krankenhaus liegen. Ein bisschen beneidete ich sie um ihre Disziplin. Ich konnte es nicht mehr aushalten und rannte in die Mädchentoilette.
____
Mal abgesehen davon, lief es heute sehr gut. 
Zum Frühstück gab es wie üblich einen Joghurt mit Haferflocken (145 kcal), in der Schule dann Toast' mit Diät Marmelade (130 kcal), zu Hause dann noch eins (65 kcal), zwei Eier (160 kcal) & eine Mandarine (37 kcal). Reichlich Wasser und grünen Tee. Wow, das hört sich irgendwie ganz schön viel an... :s Gesamt sind das... 537 kcal. Geht doch :)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Neuanfang

Ich weiß, ich habe in letzter Zeit gar nicht, oder nur sehr unregelmäßig gebloggt. Das liegt daran, dass ich eine ''Pause'' eingelegt und versucht habe wieder ganz normal zu essen.
Ja, ich würde sagen: Epic Fail. Geriet irgendwie außer Kontrolle und aus 'normal essen' wurde stopfen. Fressen wie ein Tier.
Jetzt werde ich versuchen wieder langsam einzusteigen, meine Kalorienzufuhr zu reduzieren. Ich fange damit an erstmal ein paar Mahlzeiten zu kontrollieren. Morgens esse ich 100 g fettarmen Naturjoghurt mit etwas Honig und Haferflocken (145 kcal), dazu einen kleinen Becher verdünnten Fruchtsaft.
Mein Abendbrot esse ich gegen 6hoo und es besteht aus 250 ml Gemüsebrühe. Die hat laut Packung nicht mal 3 kcal. Kann das stimmen?
Zwischendurch versuche ich einfach so wenig wie möglich zu essen. Wenn ich Lust auf Süßes habe, esse ich ein Toast mit Diät-Marmelade. Dazu ganz viel Wasser und grünen Tee. Das muss doch funktionieren, oder?

 
Wünscht mir Glück, ja?!




Im so tired of being here

Schon wieder vollgefressen. Schon wieder schaffe ich es nicht es wieder loszuwerden. Schon wieder zugenommen. Schon wieder in die Haut geschnitten.
Wenn ich könnte, wäre ich lange weg hier.